Pferdearbeit

Unsere zwei Arbeitspferde sind Kaltblüter, Fritz ein Belgier und Max ein Rheinisch-Deutscher. Sie unterstützen uns Gärtner bei sensiblen, frühen und kleinräumigen Kulturarbeiten und beim Abtransport der Gemüsekisten oder der hölzernen Großkisten mit dem Ackerwagen.

Ob im Hausgarten, im Gewächshaus, bei den Erdbeeren, Rhabarber, bei den Frühkartoffeln (Pommes-Fritz) oder im Feldgarten: beim Hacken und der Einsaat von Gründüngungspflanzen kommt es zu pferdestarken Aktivitäten.

Wir freuen uns, wenn sie die Pferdearbeit auf dem Dottenfelderhof unterstützen möchten. Mehr dazu hier.

Bei den Pferden ist Herr Hengstermann nicht mehr wegzudenken, der seit einigen Jahren in seiner Freizeit bei der Pflege und Arbeit von Fritz und Max hilft.

Herr Hengstermann, wie wurden Sie auf Fritz aufmerksam und was führte Sie dazu, unser Kaltblutpferd zu betreuen?
Nach meiner Pensionierung wollte ich mich Oldtimern widmen und hatte auch schon ein Auto im Blick, das ich kaufen wollte. Bei einem Spaziergang mit meiner Frau entdeckte ich Fritz, erinnerte mich daran, wie gerne ich als Kind in der Natur war und wie viel schöner es sein kann, mit Lebendigem zu arbeiten.

Wie sah Ihre berufliche Karriere davor aus?
Ich stamme aus einem handwerklichen Haus, wollte eigentlich Ingenieur werden und bin im Kaufmännischen gelandet. Ich war 40 Jahre bei einer großen Bank Chief Safety Officer für die Sicherheit und Gesundheit von 50.000 Menschen.

Was bedeutet Ihnen die Arbeit mit Fritz?
Fritz ist so ein braver, arbeitswilliger und kooperativer Gefährte. Wenn ich mit ihm auf dem Feld arbeite, erschließt sich eine neue Welt und wenn ich über meine Schulter zurück schaue, sehe ich die Ackerarbeit, die wir geleistet haben. Die Arbeit mit ihm hebt mich von der materialistischen Ebene, die vorher mein Leben bestimmt hat, runter und die Vorgänge in der Natur und die Bedeutung der Ökologie werden mir bewusster. Das Leben auf dem Hof mit dem Engagement vieler, auch junger Menschen und die anderen Werte, die hier wichtig sind, finde ich sehr anregend und ich denke oft über gesellschaftliche Perspektiven jenseits finanziellen Gewinnstrebens nach.

Welche Zeit mit Fritz lieben Sie besonders?
Das „Klarmachen“ (Striegeln und Anschirren vor der Arbeit) und der Moment, wo Fritz spürt, dass die Arbeit los geht, er stolz den Kopf hebt und anzieht.