Gerstenflugbrand

Bei der Gerste steht die Flugbrandresistenz (Ustilago nuda) konkurrenzstarker und ertragreicher Genotypen als Zuchtziel im Vordergrund.

Erstmalig stand ein Zuchtstamm ’CaGre’ mit geringer Flugbrandanfälligkeit im Landessortenversuch, wo er den Durchschnitt der Verrechnungssorten erreichte. Dort wurden jedoch im Bestand Flugbrandähren festgestellt, welche davon herrühren, dass das Saatgut aus unmittelbarer Nachbarschaft des Flugbrandzuchtgartens stammt.

Für die zukünftige Abgabe von Saatgut nicht vollresistenter Sorten ist es unabdingbar, eine Vermehrung unter befallsfreien Anbaubedingungen zu gewährleisten. In diesem Jahr wurden daher Saatgutproben für den Anbau auf externen Standorten sicherheitshalber mit Heißwasser gebeizt. 

In den letzten Jahren wurden die neuen Kreuzungen mit Sorten wirksamerer Resistenzen (Un8) vorgenommen, wovon die ersten Stämme (F5) in die Leistungsprüfung gestellt werden können.In diesem Rahmen stehen 2.500 Ährennachkommenschaften zur Selektion unter Befallsdruck an.

Die Flugbrandevaluierung umfasst 78 künstlich inokulierte und 81 natürlich infizierte neue und zu überprüfende Sorten sowie Zuchtstämme.

Der Aufbau eines Resistenzsortimentes enthält derzeit 43 Genotypen.

>> Ergebnisse der Flugbrand-Resistenzprüfung von Wintergersten (pdf)

>> BLE Projekt 03 OE 657
Flug- und Hartbrandanfälligkeit der Wintergerste sowie Prüfung flug- und hartbrandresistenter Sorten auf Anbaueignung bei ökologischer Bewirtschaftung