Steinbrand- und Flugbrandevaluierung von Winter- und Sommerweizen 2007 bis 2009

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Für die Entwicklung von Öko-Sorten mit Widerstandsfähigkeit gegenüber saatgutübertragbaren Brandkrankheiten ist es in der Kreuzungszüchtung zunächst wichtig, ausreichende Kenntnis über die Anfälligkeit des vorhandenen Sortenspektrum zu bekommen. Brandkrankheiten werden bei der Sortenzulassung nicht erfasst, so dass die Resistenz der Sorten in der Regel nicht bekannt ist. Erst die bio-dynamischen Züchter haben sich dieser Frage in den letzten Jahren angenommen. Wie oben geschildert, hat sich vor allem der Weizensteinbrand (Tilletia tritici) im Öko-Landbau weit ausgebreitet. Vor allem die zunehmend beobachtete Bodeninfektion stellt ein Problem bei der Bekämpfung mit den nicht voll wirksamen Bio-Beizen dar. Daher ist die Züchtung auf Widerstandsfähigkeit ein wirksamer und nachhaltiger Ansatz zur Gesunderhaltung des Saatgutes.

Dies gilt insbesondere auch für den Flugbrand des Weizens (Ustilago tritici) und der Gerste (Ustilago nuda), bei welchen das Pilzmycel im Inneren des Kornes sitzt. Dieses kann nur mit aufwändigen Warm- oder Heißwasserbeizen bekämpft werden, für die es jedoch kaum noch die Technik gibt.

Methodik: Die Prüfung der Sorten und des eigenen Zuchtmaterials wurde bei Steinbrand mit Einstäuben von 2g Sporen je kg Saatgut vorgenommen. Die künstliche Inokulation mit Flugbrand wurde durch Injektion einer Sporensuspension in jedes einzelne Blütchen (10mg Sporen/100ml Wasser) vorgenommen. Die Prüfung unter natürlichen Infektionsbedingungen (Sporenverwehung durch Wind und Regen) war durch den Anbau von hoch befallenen Infektionsträgersorten neben den Prüfsorten gegeben.

Die Ergebnisse der Untersuchungen in den Jahren 2007 bis 2009 finden Sie in unserem Forschungsbericht 2009