Pflanzengesundheit im ökologischen Landbau

Der ökologische Landbau versteht sich als ganzheitliche Bewirtschaftungsmethode, welche den landwirtschaftlichen Betrieb als einen Organismus betrachtet. Wesentliches Kriterium eines Organismus ist, daß alle seine Glieder in wechselseitigen, rückgekoppelten Verhältnissen stehen und sich gegenseitig bedingen. Alle einzelnen Bewirtschaftungsmaßnahmen werden deshalb mit Rücksicht auf das Ganze des Betriebes ausgerichtet und zielen darauf ab, den Betriebsorganismus hinsichtlich Fruchtbarkeit und Gesundheit zu entwickeln.
Man muß sich darüber im klaren sein, daß es, allgemein gesehen, Gesundheit schlechthin nicht gibt. Alle Lebewesen müssen Gesundheit selbst im Rahmen ihrer Auseinandersetzung mit der Umwelt fortwährend neu erzeugen. Gesundheit ist demnach als dynamischer Prozeß der Gesunderhaltung aufzufassen.
Die gegenwärtige Praxis zeigt, daß auch im ökologischen Pflanzenbau regelmäßig Pflanzenerkrankungen auftreten. Letztere können sehr unterschiedliche Ausmaße hinsichtlich der Befallshöhe erreichen. Bei leichten Erkrankungen reicht häufig der „Selbstschutz" der Pflanze aus, um die Krankheit unter Kontrolle zu bringen. Schwerere Erkrankungen dagegen machen es notwendig, entweder der Pflanze mit dem Einsatz von Pflanzenstärkungs- und anderen zugelassenen Mitteln zu ihrer Gesundheit „zu verhelfen" oder die Pflanzen unterliegen den Krankheiten mit der Folge hoher Ertragsverluste und Qualitätseinbußen.
Entwicklung und Wachstum der Pflanzen stehen in stärkster Abhängigkeit von den Bedingungen der sie umgebenden Außenwelt. Treten Einseitigkeiten in den Umweltfaktoren auf, werden entweder durch Schwächung der Pflanze oder einseitiger Förderung des Erregers Pflanzenkrankheiten begünstigt, wie z. B. unter extremen Bedingungen von Feuchte und Trockenheit, Wärme und Kälte, Licht und Dunkelheit oder durch Nährstoffüberfluß bzw. Nährstoffmangel.
Es kommt hinzu, daß infolge der Züchtung der Kulturpflanzen bei diesen eine größere allgemeine Krankheitsdisposition als bei Wildpflanzen vorliegen kann. Es können aber auch gesunde Kulturbestände jederzeit durch erkrankte Wildpflanzen infiziert werden und sich dadurch Krankheiten
ausbreiten.   
Des weiteren weist das landwirtschaftliche Kultur-Ökosystem aufgrund der eingeschränkten Vielfalt im Vergleich zum Natur-Ökosystem einen labileren Gleichgewichtszuständ auf, der leichter zum Auftreten von Krankheiten führen kann.
Nicht zuletzt ist die Praxis der Landwirtschaft, des Garten- und Obstbaus hinsichtlich ihrer ökologischen Anbaugrundsätze ständig zu Kompromissen, z. B. kurzfristige Fruchtfolgeänderungen oder Einsatz bodenstrukturschädigender schwerer Technik, gezwungen. Diese wirken sich in der Regel hemmend auf die Erhaltung der Pflanzengesundheit aus. (mehr..)

Pflanzengesundheit im ökologischen Landbau

Der ökologische Landbau versteht sich als ganzheitliche Bewirtschaftungsmethode, welche den landwirtschaftlichen Betrieb als einen Organismus betrachtet. Wesentliches Kriterium eines Organismus ist, daß alle seine Glieder in wechselseitigen, rückgekoppelten Verhältnissen stehen und sich gegenseitig bedingen. Alle einzelnen Bewirtschaftungsmaßnahmen werden deshalb mit Rücksicht auf das Ganze des Betriebes ausgerichtet und zielen darauf ab, den Betriebsorganismus hinsichtlich Fruchtbarkeit und Gesundheit zu entwickeln.
Man muß sich darüber im klaren sein, daß es, allgemein gesehen, Gesundheit schlechthin nicht gibt. Alle Lebewesen müssen Gesundheit selbst im Rahmen ihrer Auseinandersetzung mit der Umwelt fortwährend neu erzeugen. Gesundheit ist demnach als dynamischer Prozeß der Gesunderhaltung aufzufassen.
Die gegenwärtige Praxis zeigt, daß auch im ökologischen Pflanzenbau regelmäßig Pflanzenerkrankungen auftreten. Letztere können sehr unterschiedliche Ausmaße hinsichtlich der Befallshöhe erreichen. Bei leichten Erkrankungen reicht häufig der „Selbstschutz" der Pflanze aus, um die Krankheit unter Kontrolle zu bringen. Schwerere Erkrankungen dagegen machen es notwendig, entweder der Pflanze mit dem Einsatz von Pflanzenstärkungs- und anderen zugelassenen Mitteln zu ihrer Gesundheit „zu verhelfen" oder die Pflanzen unterliegen den Krankheiten mit der Folge hoher Ertragsverluste und Qualitätseinbußen.
Entwicklung und Wachstum der Pflanzen stehen in stärkster Abhängigkeit von den Bedingungen der sie umgebenden Außenwelt. Treten Einseitigkeiten in den Umweltfaktoren auf, werden entweder durch Schwächung der Pflanze oder einseitiger Förderung des Erregers Pflanzenkrankheiten begünstigt, wie z. B. unter extremen Bedingungen von Feuchte und Trockenheit, Wärme und Kälte, Licht und Dunkelheit oder durch Nährstoffüberfluß bzw. Nährstoffmangel.
Es kommt hinzu, daß infolge der Züchtung der Kulturpflanzen bei diesen eine größere allgemeine Krankheitsdisposition als bei Wildpflanzen vorliegen kann. Es können aber auch gesunde Kulturbestände jederzeit durch erkrankte Wildpflanzen infiziert werden und sich dadurch Krankheiten
ausbreiten.   
Des weiteren weist das landwirtschaftliche Kultur-Ökosystem aufgrund der eingeschränkten Vielfalt im Vergleich zum Natur-Ökosystem einen labileren Gleichgewichtszuständ auf, der leichter zum Auftreten von Krankheiten führen kann.
Nicht zuletzt ist die Praxis der Landwirtschaft, des Garten- und Obstbaus hinsichtlich ihrer ökologischen Anbaugrundsätze ständig zu Kompromissen, z. B. kurzfristige Fruchtfolgeänderungen oder Einsatz bodenstrukturschädigender schwerer Technik, gezwungen. Diese wirken sich in der Regel hemmend auf die Erhaltung der Pflanzengesundheit aus. (mehr..)