Zuchtmethoden Maispopulationen

Zuchtmethoden, Leistungs- und Adaptionsfähigkeit von Mais-populationen und Erstellung einer diversen Ausgangspopulation für Wissenschaft, Züchtung und Praxis

Ziel

Das Ziel des Vorhabens ist es, das Leistungspotenzial des aktuellen Sortenspektrums und Zuchtmaterials sowie genetischer Ressourcen für die Maispopulationszüchtung zu erschließen und zu steigern. Es kann davon ausgegangen werden, dass Populationen im Ökologischen Landbau eine Alternative zu Hybridsorten darstellen. Um ihr Potenzial optimal zu nutzen, müssen jedoch zunächst erhebliche Kenntnislücken geschlossen werden.

Durchführung

Hierfür sollen Zuchtmethoden zur Verbesserung bestehender Maispopulationen unterschiedlicher Struktur und Leistungsfähigkeit hinsichtlich ihrer Effizienz und ihrer Eignung für die ökologische Pflanzenzüchtung und partizipative Züchtungsansätze zur Entwicklung standortangepasster, leistungsstarker und –stabiler Populationen verglichen werden (TP1).

Die Leistungsfähigkeit von derzeit im Rahmen der Verordnung über das Inverkehrbringen von Saatgut von Populationen der Arten Hafer, Gerste, Weizen und Mais vom 28. Juli 2015 (BGBl. I S.1418) zugelassenen und weiteren verfügbaren Maispopulationen wird sowohl unter konventionellen als auch ökologischen Anbaubedingungen in klimatisch unterschiedlichen Regionen Deutschlands erfasst (TP2). Hiermit wird eine solide Datengrundlage für Wissenschaft, Züchtung, Behörden und Praxis geschaffen werden.

Mehrortige Versuche mit drei Populationen mit definierter, unterschiedlicher Anzahl an Genotypen werden Erkenntnisse liefern, inwieweit der Aufbau von Populationen aus vielen verschiedenen Genotypen zu einer höheren Adaptionsfähigkeit beiträgt (TP3).

Schließlich wird eine genetisch breite, den aktuellen Zuchtfortschritt beinhaltende Ausgangspopulation zur weiteren Verwendung für die Züchtungsforschung und Praxis erstellt werden, die die besonderen Vorteile von Populationen optimal zur Geltung bringt (TP4).

Die aus den Ergebnissen abgeleiteten Empfehlungen und das erstellte Pflanzmaterial sollen sowohl in der ökologischen Pflanzenzüchtung als auch in der direkten Zusammenarbeit zwischen Züchtern und landwirtschaftlicher Praxis verfügbar gemacht werden (TP5).

Projektträger

Projektbetreuung

Dr. Carl Vollenweider

Kathrin Buhmann

61118 Bad Vilbel

06101 / 129644

06101 / 129935

Projektpartner

Dr. Barbara Eder, LfL, Freising

Projektlaufzeit

01.04.2017 – 31.03.2020