Bericht 2011: Futtermais

Abb. 1: Maiskolben der Population ’St.Michele’

2011 wurden fünf Stämme, davon zwei ältere Hofsorten von Demeter-Betrieben aus Italien, ’St. Michele’ und ’Weckhof’, in Großparzellen zur züchterischen Bearbeitung über positive Massenselektion gestellt. Parallel dazu wurden diese zur Ertragsermittlung und Verwertung als Grünfutter in einen Streifenanbau des Dottenfelderhofes mit je 0,2 ha genommen. Diese beiden Herkünfte, die seit 2005 bearbeitet werden, überstanden die Frühjahrstrockenheit sehr gut und nutzten die hohe Sommerfeuchte zu einer sehr guten Ertragsbildung. In der Nutzung als Grünmais wurden zwischen 634 und 724 dt/ha FM bei Trockenmassegehalten von 27 bzw. 32 % geerntet, was TM-Erträgen von Ø 150 dt/ha entspricht. Mit diesen Ergebnissen zeigten sich beide gegenüber drei weiteren Populationen aus neueren Anpaarungen deutlich überlegen. Wie im Vorjahr gab es interessante Unterschiede im Auftreten von Maisbeulenbrand, was züchterisch genutzt wird. Es ist geplant, die ertragsstärkste Sorte ’St. Michele’ mit Auslagen von Einzelkolben im Rahmen der Mutterstammbaummethode gezielt hinsichtlich Homogenität und Ertragsfähigkeit unter Berücksichtigung von Maisbeulenbrand zu bearbeiten. Er soll 2013 als Erhaltungssorte angemeldet werden (Abb. 1). Die Ertragsprüfung wird des Weiteren auf einen weiteren Praxisbetrieb in Thüringen ausgedehnt.