Bericht Sommerweizen 2011

Abb. 1: Ergebnisse der Leistungsprüfungen von Sommerweizensorten- und -zuchtstämmen der Forschung & Züchtung Dottenfelderhof 2007-2011

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Das zweite Jahr mit starker Trockenheit sowie Drahtwurmbefall in Folge setzte vor allem dem Sommerweizen-Zuchtgarten zu, wo große Ausfälle und geringe Selektionsmöglichkeiten die Folge waren. Die Leistungsprüfung zeigte sich davon mit hohen Erträgen von 42 bis 72 dt/ha (Ø 63 dt/ha) und Feuchtklebergehalten von 23,5 bis 38,4%, letzterer bezeichnenderweise von ’Adanta’, weitgehend unbeeinflusst (vgl. Abb. 1). Auf den Außenstandorten wurden in Darzau mit 17 dt/ha die Vorjahreserträge noch unterboten, wobei die Kleber der Standards nur 19-23%, die Stämme der FZD allerdings 21-29% erreichten. Demgegenüber lag in Liederbach der Durchschnittsertrag bei 45 dt/ha mit Klebern von 17,5 bis 25,4%. Die Helios®-Stämme und ’Adanta’ kamen auf 40 dt/ha bei 38-41% Kleber. Trotz anhaltender Nässe gab es auf keinem Standort Fallzahlprobleme. Gelbweizen Helios®, der als Vertragssorte im geschlossenen Anbau bereits vermarktet wird, wurde aktuell als Erhaltungssorte angemeldet. Ansonsten stehen 28 favorisierte Stämme für eine Anmeldung auf dem Prüfstand. Darunter befinden sich bereits Linien mit Stein- und Flugbrandresistenz, die allerdings nicht in jedem Fall mit hohen Erträgen und hoher Backqualität korrelieren. Vom kommenden Anbau wird die Entscheidung zur Anmeldung abhängig gemacht.Hinsichtlich der Zusammenarbeit mit dem Bolk-Institut, Driebergen (Koordinator Edwin Nuijten) ist das o. g. Projekt zur züchterischen Bearbeitung von drei ’Composite Crosses’ resp. ’Evolutionsramschen’ im Vergleich mit Standards im Frühjahr mit den Versuchen in NL und D begonnen worden und wird über drei Jahre laufen.Hinsichtlich der Resistenzprüfung auf Steinbrand wird das Zuchtmaterial im Vergleich zu Check- und Referenz-Sorten in der bewährten Herbst- und Frühjahrsaussaat angebaut, was nur auf diesem Wege verlässliche Daten bringt. Die Prüfungen auf Flugbrandanfälligkeit wurden mit großer Intensität fortgeführt.2011 wurden deutlich mehr Kreuzungen als im Vorjahr angelegt. Dabei wurden den Gesichtpunkten Stein- plus Flugbrandresistenz und Wuchslänge sowie bei diversen Anpaarungen den Carotinoid-Gehalten bei der Auswahl der Eltern Priorität eingeräumt.