Unsere Legehennen

Unsere 1.400 Legehennen kommen in einem Alter von ca. 18 Wochen vom langjährigen Partnerbetrieb Schubert zu uns. Je 50 Hennen zieht stets ein Bruderhahn in unsere beiden Ställe mit ein. Die restlichen Bruderhähne werden im Betrieb Schubert aufgezogen und auch bei uns im Hofladen unter dem Logo „Gutes vom Schubert“ als Gockel-Produkte vermarktet.

Bei der Haltung unserer Hühner legen wir großen Wert auf eine intensive Mensch-Tier-Beziehung. Dazu müssen wir Menschen viel Zeit bei den Hühnern verbringen und mit Ruhe und Gelassenheit ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Das geschieht bei täglichen Routinearbeiten wie dem Eiersammeln, Körnerstreuen, Füttern und der Stallhygiene. Gerade bei der Aufstallung einer neuen Herde nehmen wir uns bewusst Zeit zwischen den Junghennen zu sein und die Tiere so an uns und die neue Umgebung zu gewöhnen. Eine gute Beziehung zwischen Tier und Halter führt seit Jahren zu Hühnerherden, die extrem zahm und zutraulich sind und deren Ruhe nicht nur den Tieren selbst, sondern auch den Menschen, die mit ihnen arbeiten, gut tut.

Unsere Einstreunester bieten den Hennen eine natürliche Umgebung für die Eiablage. Sie ermöglichen der Henne ihrem Bedürfnis auf dem frisch gelegten Ei sitzen zu bleiben, nachzugehen und die Eiablage mit dem charakteristischen Gegacker lautstark im morgendlichen Stall zu verkünden. Diese Nester sind mit viel Arbeit verbunden, da die Eier täglich von Hand gesammelt und die Einstreu häufig gereinigt bzw. erneuert werden muss. Wir sind überzeugt, dass gerade der enge Kontakt beim Eiersammeln unseren Hennen gut tut.

Gefüttert werden die Hennen mit einem selbst gemischten Legemehl, das sich aus hofeigenem Getreide, Hülsenfrüchten und Sonnenblumenkernen von Demeterbetrieben aus der Region, sowie einem hochwertigen Ergänzer zusammensetzt. Von Hand gestreuter Körnerweizen, aussortiertes Gemüse aus unserem Gemüsebau und ein reichhaltiges Angebot an Gräsern und Kräutern sowie das ein oder andere Insekt aus unseren strukturreichen Auslaufflächen komplementieren den Speiseplan.

Neben dem Angebot von Sandbädern mit einem speziellen Gesteinsmehl kommt bei der Milbenprophylaxe und –bekämpfung Kieselgur zum Einsatz. Der wird je nach Milbendruck regelmäßig auch während der Legeperiode unter die Sitzgitter, auf denen die Hühner schlafen, gestrichen. Generell versuchen wir unseren Hennen ein so angenehmes Hühnerleben wie möglich zu bieten. Dabei stehen die Bedürfnisse der Herde im Fokus aber auch das Individuum wird nicht aus den Augen gelassen. Kommt es zu Verletzungen oder Krankheiten werden Sondergruppen gebildet, in denen wir uns noch intensiver um die Tiere kümmern können und die genug Ruhe für Genesung und Erholung bieten. Gerade in den Wintermonaten braucht der Schutz vor dem Habicht viel Aufmerksamkeit und Zeit. Wir hoffen, dass wir hier in Zukunft tierische Unterstützung von unserem neuen Mitarbeiter auf vier Pfoten erhalten werden.

Nach einem knappen Jahr in unsere Obhut begleiten wir unsere Hühner persönlich auf ihrem Weg zur Schlachtung am Bauckhof. So können neben den hochwertigen Eiern auch eigene Suppenhühner das Angebot im Hofladen bereichern. Nach einer intensiven Stallreinigung und -vorbereitung beginnt der Zyklus von vorn.

Möglich ist diese intensive Tierbetreuung nicht zuletzt durch unsere Freiwilligen, die im Rahmen eines FÖJ (Freiwilligen ökologischen Jahr) erste Berufserfahrungen bei uns sammeln und gerade bei der Tierbetreuung und dem Eierhandling viel leisten. Neben Jahresarbeiten der Landbauschule zur biodynamischen Hühnerhaltung findet auch ein Tierethik-Projekt statt bei dem sowohl praktisch als auch theoretisch zu der Frage „Was dürfen wir mit Tieren tun?“ gearbeitet wird. Unsere Erfahrungen teilen wir gerne bei Unterrichtseinheiten, Hof- und Fachführungen aber auch beim monatlich stattfindenden „Besuch bei den Hühnern“. Bei Fragen und Interesse kommen Sie gerne auf uns zu!