Getreidezüchtungsforschung - Futtermais

Bei Mais werden heute fast ausschließlich Hybridsorten angeboten. Hybride sind nicht nachbaufähig und die Pflanzen einer Sorte sind genetisch weitgehend identisch.

Die Alternative zu Hybriden sind offen-abblühende, nachbaufähige Maispopulationen. Aufgrund ihrer Adaptionsfähigkeit eignen sich Populationen besonders für den ökologischen Anbau. Außerdem ermöglicht ihre Nachbaufähigkeit die Entwicklung von an lokale Bedingungen angepassten ‚Hofsorten‘. Bisher verhinderten die Regelungen im Saatgutmarkt die Vermarktung von Populationen. Seit Mitte 2015 ermöglicht jedoch ein bis zum 31.12.2018 befristetes EU-Experiment das Inverkehrbringen von Saatgut von Populationen, darunter von zwei Populationen der FZD.

Die Züchtungsziele der FZD für Futtermaispopulationen liegen neben Ertragsfähigkeit und Frühzeitigkeit, auf guter Standfestigkeit, zügiger Jugendentwicklung, Wüchsigkeit und Kolbengesundheit. Die Entwicklung von Populationen steht vor einem Neuanfang. Das Potential von Maispopulationen und Methoden zu ihrer züchterischen Verbesserung werden von der FZD, der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und weiteren Partnern in einem BLE-Projekt untersucht.

Neben dem offiziell als Populationen zugelassenen Material, bearbeitet die FZD die Erhaltungssorte SANKT MICHAELIS.

ALMITO-Population

Diese neu entwickelte Population geht auf neun nachgebaute Hybriden zurück.

Die ALMITO-Population hat sich unter den Bedingungen des Öko-Landbaus als frohwüchsig erwiesen und reift mittelfrüh aus (S 265). Die Population eignet sich zur Grünverfütterung oder als Körnermais. Beim BSA ist sie seit 2016 zugelassen.

Weitere Informationen:

BioSaat GmbH

info(at)biosaat.eu

www.biosaat.eu